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Geschichte des Weinanbaus in Ungarn

Nach dem zweiten Weltkrieg war Ungarn mit den feinsten und geschmacklich individuellsten Weinen in das kommunistische Zeitalter gestartet.

Noch in den 60iger Jahren wurden edle Rotweine unter den Namen Egri Bikaver (Erlauer Stierblut) auf den Markt gebracht. Durch den Kampf internationaler Großhändler um die Rechte an dieser Marke und den damit verbundenen Massenanbau begann die Deklassierung dieses großartigen Weines durch die Behörden. 
 
Auch Weißweine, feurig und von samtweicher, fast dickflüssiger Konsistenz und goldgelber Farbe ließen sich noch Ende der 60iger Jahre finden. Durch den Massenanbau wurde der größte Teil der Sozialistischen Welt mit Weinen aus Ungarn gedeckt und es begann sich eine der größten Weinbautraditionen zu einen Massenproduzenten mit geringen Qualitätsanspruch zu entwickeln.
 
Die einheimischen, oft weißen Traubensorten bilden das Rückrad für die traditionell beliebten feurigen, kräftigen, vollmundigen Weine und die Renaissance des Tokaja, dem Inbegriff des ungarischen Weines. Nach der Wende im Jahre 1989 war es vor allem dieser Wein, der die Wiederauferstehung des ungarischen Weines einleitete. 
 
Heutzutage wird anstatt auf Masse wieder stark auf die Qualität gesetzt. Neben dem Tokaja erfreuen sich auch wieder die Weine der Balaton-Region einer sehr großen Beliebtheit.

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